Die BELASTUNGSPHASE geht weiter….

Der erste Ultra Lauf 2018 wurde mit Bravour bestanden, ohne größere Komplikationen.

Als ich am Freitag nach der Arbeit Nachhause kam, war es schon recht eng mit der Zeit den Rucksack zu packen, um was zu essen und sich dann auf den Weg nach Hamburg zu machen. Also alles schnell reingestopf in der Hoffnung, dass ich nichts vergessen habe und los ging es.

Als Ines und ich am HBF in Stuttgart auf Gleis 5 ankamen wahren wir noch etwas zu früh, also holten wir uns erst einmal einen Kaffee. Dann liefen wir zu Gleis 5 wo später der eigentliche Zug nach Würzburg abfahren sollte. Mein Blick ging auf die Anzeige Tafel worauf stand, dieser Zug aus Zürich hat 15 min Verspätung auf Gleis 5. Ich machte mir natürlich schon wieder einen Kopf mit der ganzen Hektik zuvor, was ist wenn der Zug aus Zürich das Gleis nicht rechtzeitig verlässt, damit der Zug aus Würzburg einfahren kann und ich meine ICE Verbindung in Würzburg nicht mehr bekomme. Kurz danach schellte es aus dem Lautsprecher das der Zug nach Würzburg heute auf Gleis 4 einfährt. Wieder, graue Gedanken umsonst gemacht.

Der RE fuhr mit 3 min Verspätung auf Gleis 4 in Richtung Würzburg ab. In Würzburg angekommen musste ich mich wiederrum beeilen den der ICE der von München aus kam, fuhr keine 3 min später ein. Ich versuchte noch ein wenig vor zu schlafen bis der Zug um 23:56 in Hamburg  an kam.

Belastungsphase

Im Anschluß durfte ich noch zweimal umsteigen, mit der U – Bahn und dem Bus. Bis mich Marco und Dennis an der Bushaltestelle abholten. Im Anschluss waren wir noch was trinken, sodass es ziemlich spät am Abend aber schön wurde. Als ich ins Bett hüpfte war es 2:15 um 5:50 klingelte der Wecker, zum Glück hab ich meine Laufklamotten schon am Abend zu Recht gelegt. Der Startpunkt war direkt an der Elbphillhamonie die Luftlinie etwa 3,5 km weg war. Aber durch die Teilung Hamburgs durch die Elbe, musste ich einmal quer um Hamburg herum, was sehr viel Zeit in Anspruch nahm mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. So war ich eine ganz Stunde unterwegs.Nicht mehr lange und es ging in meine Belastungsphase…

Belastungsphase

An der Elbphillhamonie angekommen,
Belastungsphasesah ich auch schon andere Läufer mit ihren Laufrucksäcken. Es war eine gemütliche übersichtliche Gruppe von knapp 20 Läufern. Sodass der Start ganz individuell los gehen konnte, um 8:30.

Belastungsphase

So konnte also das Wettkampfjahr 2018 mit meiner Belastungsphase los und weiter gehen.

Wettkampfverlauf in der Belastungsphase

Also liefen wir alle zusammen von der  Elbphillhamonie am Dalmannkai in Richtung Stadt Ost – Westlich auswärts los, bis wir wieder eine kleine Schleife gelaufen sind in den Stadtkern. Dort bogen wir rechts ab in Richtung Rathausschleuse um dann links über den Jungferstieg zu überqueren. Dann weiter über die Lombartsbrücke es war einfach fantastisch. An der Außen Alster ging es sehr lange entlang. Dabei sind mir die Prachtbauten immer wieder ins Auge geschossen und war sehr begeistert. Wie das Hotel die vier Jahreszeiten.

Ich hab mich in der Belastungsphase gut gefühlt an diesem Tag, trotz extremen Schlafmangels den ich in dieser Nacht hatte. Das Adrenalin hat es übertüncht. Der Rucksack war VOLL mit Essen und Trinken, da dies meine ersten 50 km gewesen sind OHNE Verpflegungsstationen. Zu Essen gab es ,eine Birne, eine Banane, Kohlrabi Sticks und Krokant Riegel. Zum Trinken 0,75 l Wasser mit Zitrone und Cola Wasser Mischung jeweils 250 ml. Mit der Verpflegung kam ich sehr gut aus. Vorallem die Birne war der Wahnsinn die ich beim Laufen einfach in der Hand hielt und Stück für Stück herunter biss. Die Kohlrabi Sticks waren auch nicht von schlechten Eltern. Man sieht, es muss nicht immer Gell von Power Bar oder ähnliches sein um sich bei einem Ultra zu verpflegen.

Die zu laufenden km wurden immer weniger. Es ist schön, wenn man nette Lauffreunde um sich hat mit denen man Fachsimpeln kann, da ist jeder Km ein Genuss und keine Qual, wenn man parallel dazu die Natur noch anschauen kann.
TAAADDAAAAA da ist es schon wieder….. der böse km 25. Da bekam ich das erste mal Krämpfe in den Oberschenkelrückseiten. Dennis, der Organisator des Laufes schob mir zwei Salztabletten rüber die bis km 35 hielten und ab da jede 5 km zwei. Und so merkte ich, was ich falsch gemacht habe….ich hatte kein Himalaja Salz in mein Wasser – Zintronengemisch hinein gekippt, DAS WARS!
Die Strecke verlief an der Außen Alster entlang die teilweise so überflutet war das wir öfters die normale Wegführung ändern mussten. Hier kamen eigentliche km auch mehr zusammen aber dazu später mehr. Als es in das letzte Drittel des Laufes ging wurde der Wald immer dichter. Was mich sehr überraschte war, dass Hamburg so viel Wald in der Umgebung zu bieten hat. Einfach wunderschön.

Belastungsphase

Um so näher wir dem Ziel kamen desto schwieriger wurde es auf dem aufgeweichten Boden zu laufen. Der Untergrund war durch den Regen komplett aufgeweicht, sodass man Glück haben musste das der Schuh nicht stecken blieb. Einmal rutsche ich aus und konnte mich gerade noch so mit einem Knie und meinen Händen auffangen.
Ich merkte wie sich Krämpfe über die Rückseite am Oberschenkel ganz langsam nach oben in Richtung Pobacken zogen. Richtig tief Muskulär. Belastungsphase AHOI. Ich streckte SOFORT meine Beine in die Vertikale und stützte mich mit meinen Händen im Dreck ab. Ich schluckte tief, blieb stehen und dehnte mich. Das Bild wäre für Götter gewesen wenn ich mich selbst hätte fotografieren können. LACH. Es waren nur noch wenige Km die zu bewältigen waren.
Im Ziel angekommen bat man uns die Laufschuhe außerhalb des Hoteleinganges aus zu ziehen. Jetzt wusste ich auch, warum der Veranstalter ausdrücklich im Vorfeld darum bat. Wir sahen aus wie die Schweine…

Belastungsphase

Es war eine wunder schöne Primiäre beim 1. Hamburger KOST NIX ULTRA.
Tolle Menschen, Klasse Orga und super Landschaft und wenn dann noch jeder GESUND ins  Ziel kommt was möchte man mehr…..

Zu meinen Belastungsläufen möchte ich sagen, das diese mir von Lauf zu Lauf immer leichter fallen die 50 km Läufe zu bezwingen und vorallem die Regeneration ist bei weitem nicht mehr so lange wie vor einen Jahr noch.
Der nächste Belastungslauf wird der Joker Trail in Heidelberg oder der Grüngürtel Ultra in Köln welcher es sein wird steht noch offen. Beide sind am 24.02.2018.

Und damit sag ich MOIN MOIN ihr Fischköppe und bis bald…..

…….alles muss fließen…….

Euer Matthias

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