Sebastian Eichler

Die Macht des Unterbewusstsein

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Und wie Dein Unterbewusstsein dich beeinflusst!

Das Unterbewusstsein begleitet uns auf Schritt und Tritt. Bei jeder Tätigkeit, bei jedem Gedankengang, ja bei jeder Konversation mit Menschen. Und täglich treffen unterschiedlichste Persönlichkeiten aufeinander, die unterschiedlich ticken. Doch wie erreichst Du sie auf derselben „Wellenlänge“? Und was hat das Unterbewusstsein genau damit zu tun?

In diesem Zusammenhang war eine der wichtigsten Entdeckungen der letzten Jahre, dass die Rolle des eigenen Denkens in der Gestaltung unseres Lebens eine viel größere Rolle spielt als wir bisher angenommen hatten. Gedanken sind kein „Nichts“ oder nicht greifbar. Sie führen auch nicht zu „Nichts“ oder sind wirkungslos, sondern sind elektrische Impulse, die elektrische und chemische Schaltungen im Gehirn auslösen.

Diese elektrischen Kommandos, die an unser Gehirn gesendet wird, löst folgende Aktivitäten aus: das Gehirn setzt jetzt chemische Kontrollsubstanzen in unserem Körper frei, die unser zentrales Nervensystem in die Bereitschaft versetzt, entsprechend auf die Situation zu reagieren und zu handeln.

Während wir also den Gedanken denken, ist uns aber nicht bewusst, was unser Gehirn da alles tut. An dieser Stelle entscheidet unser Unterbewusstsein, wohin die neuen Informationen geleitet werden und was daraus gemacht wird. Dabei werden Muster angewandt, die wir uns seit unserer Geburt antrainiert haben und die uns beigebracht wurden.

Wie das Unterbewusstsein entsteht

Unterbewusstsein BewusstseinAm besten kann man das begreifen, wenn man sich eine Schallplatte vorstellt. Diese Schallplatte repräsentiert unser Unterbewusstsein. Und jeder von uns begann an dem Tag seiner Geburt mit einer noch jungfräulichen Kunststoffplatte, also eine Schallplatte ohne Rillen.

Doch von diesem ersten Tag an wird durch jede Erfahrung die wir machen, jedes Wort das wir hören eine Rille in die Platte geritzt. Und je öfter wir etwas erlebten und hörten, je intensiver und schmerzlicher das war, umso tiefer wurden die Rillen.

Dabei kann unser Gehirn nicht von Richtig oder Falsch unterscheiden. Es stuft alle Informationen als richtig und wichtig ein.

Hier mal eine praktische Übung

Stell Dir kurz mal folgende Frage:

  • Denke an ein sehr freudiges Erlebnis in deiner Vergangenheit, und danach an ein sehr trauriges. Wie fühlst du dich mit den unterschiedlichen Gedanken?
  • Schlagen Dir die traurigen Gedanken auf den Magen? Fühlt es sich schlecht an? Zieht sich der Magen zusammen? Erzeugen die Gedanken ein beklemmendes Gefühl?
  • Und der freudige Gedanke? Befreit er Dich? Fühlt er sich großartig und gut an? Gibt er Dir ein wohliges und warmes Gefühl in der Magenregion?

Jetzt kennst Du die Macht Deines Unterbewusstseins. Die Gefühle die du bei den Gedanken hast werden von deinem Unterbewusstsein gesteuert. Und das funktioniert nicht nur bei freudigen und traurigen Gedanken. Wann auch immer ein bestimmter Knopf bei Dir gedrückt wird, spult Dein Unterbewusstsein automatisch das hierfür angelegte Gefühls- und Verhaltensprogramm ab.

Wie wir reagieren ist das Resultat dieser Programme – der unbewussten Gedanken und Selbstgespräche, die unser Gehirn im Unterbewusstsein gespeichert hat.

In Wirklichkeit hat vor unserer bewussten Entscheidung bereits unser Unterbewusstsein die Entscheidung für uns getroffen. Man könnte also sagen, dass wir eine Marionette unseres Unterbewusstseins sind.

Ich vergleiche das auch mit dem Navigationssystem im Auto. Auch dieser Gerätespeicher muss zuerst einmal gefüllt werden. Auch das Navi kann nicht zwischen richtigen und falschen Informationen unterscheiden, sondern spult nur die Informationen ab, die es in seinem Speicher findet. Und auch hier werden zuerst die Informationen verarbeitet, bevor eine Reaktion nach außen hin geschieht. Wie oft hast Du schon auf dein Navi vertraut und standest vor einer Baustelle, oder in einer Einbahnstraße oder Sackgasse? Was hilft dann? Nur das Update der Daten. Und genau das kannst Du auch mit deinem Unterbewusstsein machen. Verpasse ihm ein Update um andere Reaktionen und Entscheidungen zu erhalten.

Noch mehr praktische Tipps gibt es hier: Mach diese Woche zu DEINER Woche

Die Rolle des Unterbewusstseins in unserer Kommunikation

Ganz deutlich machen es die Forscher. Sie stellten fest, dass 93% unserer Kommunikation nonverbal abläuft, also durch Körpersprache und die Stimmlage. Nur zu 7% beeinflusst die Wahl der Worte die Kommunikation.

Aber wie gehst Du damit am besten um? Wie kannst Du Dein Unterbewusstsein aktiv verändern und deinem Navi ein Update verpassen?

gedanken_gefuehle_handlungen_gewohnheiten_charakterDazu sollte man sich vor Augen führen, dass das Unterbewusstsein, also das Verhalten, die Gewohnheiten und auch der Charakter durch das Denken und Fühlen geprägt werden.

Das Schaubild links stellt das sehr gut dar: Das was Du denkst, löst Gefühle in die aus. Diese Gefühle beeinflussen direkt deine Handlungen. Wenn Du oft ähnliche Denkmuster hast, die immer wieder dieselben Gefühle hervorrufen und dich zu ähnlichen Handlungen bewegen, wird das zu einer Gewohnheit und diese Gewohnheit prägt deinen Charakter.

Daher ist es sinnvoll sich mit Denkmustern vertraut zu machen, gerade wenn man mit Teams arbeitet. Wer erfolgreich werden möchte, der sollte sowohl sich selbst, als auch alle anderen Teammitglieder richtig einschätzen können. Als Hilfestellung wird eine sogenannte Typologie benutzt; sie hilft die Stärken und Schwächen der Teammitglieder in Persönlichkeitsgruppen zusammenzufassen, so das Team zu fördern  und effektiver zu machen.

Kein Mensch hat alle Denkmuster. Jeder von uns bevorzugt meistens nur eines:

  • objektiv, rational (Zahlen, Daten, Fakten),
  • introvertiert, nach Harmonie streben,
  • extrovertiert, soziale Verbundenheit oder
  • provokativ, ausführend.

Durch die Anwendung der Typologie kannst Du es dir ermöglichen, in jeder Situation angemessen zu reagieren. Durch die Anwendung aller vier Denktypen zusammen ergibt sich ein Ganzes. Das heißt, wenn Du ein vier-Farben-Denken nutzt und das vier-Farben-Denken ist ein ganzheitliches Denken. Es macht Dich vielseitiger und du kannst mit allen Persönlichkeiten auf derselben „Wellenlänge“ kommunizieren.

Ausblick

Nächste Woche schreibe ich einen Artikel zum vier-Farben-Denken und er Typologie. Also schalte wieder ein…

Bis dahin schau doch einfach mal bei ähnlichen Artikeln rein, wie z.B.:

 

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