Sebastian Eichler

14 Tipps – sofortiger Erfolg in der Kommunikation

Wie Du Deinen Erfolg durch Körpersprache sofort beeinflussten kannst

kommunikation emotionHier mal eine kurze Definition von Kommunikation und Körpersprache. Wen das nicht interessiert, überspringt den Teil!

Kommunikation ist die Verständigung zwischen Menschen mithilfe von Sprache oder Zeichen.

Körpersprache ist Gestik, Mimik, Habitus und anderen bewussten oder unbewussten Äußerungen des menschlichen Körpers.

Puh, das war jetzt aber flach… Keine Sorge, ab hier wird’s nur noch Besser! Versprochen.

Hier noch ein kleiner Fakt, wie ich überhaupt zu diesem Thema gekommen bin. Wir können nicht lügen! Warum? Weil unsere nonverbale Kommunikation im persönlichen Gespräch viel einflussreicher ist, als das tatsächlich gesprochene Wort. Nur 7% beeinflussen unseren Gesprächspartner die Worte, die wir von uns geben. Ganze 97% entfallen auf Stimmlage und vor allem die Körpersprache (nach einer US-amerikanischen Studie des Psychologieprofessors Albert Mehrabian). Krass oder?

Doch was hat das jetzt mit deinem persönlichen Erfolg zu tun?

Stell dir mal kurz folgendes vor:
Du gehst zu einem Vortrag über Erfolg. Dann kommt ein recht großer schlanker Mann auf die Bühne mit etwas hängenden Schultern. Als der Redner sich vorstellt, fuchtelte er nervös mit den Händen und tritt von einem Bein aufs andere. Wirkt dieser Auftritt überzeugend? Genau! Nein!
Körpersprache kann man trainieren. Das ist mal die wichtigste Botschaft, die ich dir mitgeben will.

Hier kurz und knackig meine 14 Tipps für dich:

1. Fange mit einem Lächeln an

Das menschliche Gehirn liebt einfach glückliche Gesichter. Wenn wir Lächeln werden Endorphine ausgeschüttet und bei unserem Gegenüber die Spiegelzellen angesprochen, so dass unser Gegenüber meißtens zurück lächelt.

Was sagt ein Lächeln aus? Warmherzigkeit, Selbstbewusstsein und Offenheit. Und was denkst du passiert z.B. mit einem lächeln ein Verkaufsgespräch beginnst?

Ist es wirklich so einfach? JA! Probiere es aus!

2. Spiegel die Körperhaltung

Das Spiegeln der Körperhaltung wird auch als Rapport bezeichnet. Rapport bauen wir immer dann auf, wenn wir Gemeinsamkeiten und eine gemeinsame Basis gefunden haben, von der aus wir eine Verbindung bauen können. Das kann ein gemeinsames Hobby, gemeinsame Vorlieben, die gleiche Geburtsstadt oder eben auch die gleiche Körpersprache sein.

Wenn du einfach die Körpersprache deines Gegenübers spiegelst, wird dieser sich mit dir verbunden fühlen ohne zu wissen warum. Wenn er seine Beine überkreuzt, warte einen kurzen Moment und mache es ihm nach. Wenn er sich zurück lehnt – lehne dich auch zurück. Wenn er die Hände auf den Tisch legt – mache es auch so.

Sobald du einen guten Rapport aufgebaut hast, kannst du anfangen eure Körperhaltung positiv zu beeinflussen.

Mein Geheim Tipp: Wenn dein Gegenüber seine Arme verschränkt und du ihn dazu bewegen möchtest eine offene Körperhaltung einzunehmen – gib ihm etwas. Es ist ganz egal was du ihm gibst, eine Visitenkarte, ein Handout, einfach irgendetwas. Er wird es annehmen und dabei seine Arme öffnen – voilá: eine offene Körperhaltung! Das funktioniert immer!

3. Rede mit deinen Händen

Forscher haben festgestellt, dass die Broca-Region unseres Gehirns aktiv ist, wenn wir sprechen. Diese Region ist für unsere Sprache zuständig. Jetzt komm’s: diese Region ist auch aktiv, wenn wir gestikulieren. Daraus folgt: unsere Gestik ist untrennbar mit unserer Sprache verbunden. Je mehr Gestik, um so besser unsere Kommunikation.

Hier mal ein Experiment für dich: Versuche mal bei deiner nächsten Konversation ohne Gestik auszukommen! Probiere es einfach mal.

Aber es kommt noch besser.

Forscher haben herausgefunden, dass Redner als kompetenter und effektiver angesehen werden, wenn sie gestikulierten.

4. Nicke

Hier kommt einer meiner Lieblings-Tricks.

Forscher haben herausgefunden, dass immer wenn wir nicken, die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass wir dem Gesagten zustimmen.

Trotzdem funktioniert das nur, wenn du auch gute Argumente hast.

Also noch nicht das Allheilmittel, aber ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

5. Steh auf

Wer steht, der wirkt mächtiger und dominanter. Also: setzte dich als letzter an den Tisch und steh bei jeder guten Gelegenheit wieder auf. Denn sobald du stehst und der Andere sitzt, hast du die Oberhand gewonnen. Nach dem gleichen Prinzip habe ich Respekt vor einem großen Türsteher, da dieser auf mich dominant und mächtig wirkt.

Wenn du stehst und dein Gegenüber sitzt, bist du im Vorteil. Dabei ist es jedoch wichtig etwas Abstand zu dem Gesprächspartner zu halten, da dieser sich ansonsten schnell unwohl fühlt (was auch ein Ziel sein könnte). Wenn du dies jedoch ungewollt machst, verschärfst du die Situation nur unnötig.

2 geheime Praxis Tipp:

  • Wenn du telefonierst, stehe. Du wirst dich so sicherer fühlst.
  • Der Zweite Tipp kommt von einem Sprach-Therapeuten: schließe deine Lippen um “um hum, um hum, um, hum.” zu sagen. Das entspannt deine Stimme und sie nimmt die optimale Tonhöhe an.

6. Achte auf die Körperhaltung

Eine offene Haltung zu deinem Gegenüber ist entscheidend. Wenn du jemand anderem das Gefühl geben kannst, wichtig zu sein und vor allem gehört zu werden, wird er dich dafür lieben. Und natürlich auch viel eher zustimmen, wenn du etwas von ihm möchtest.

Hier mein Tipp: Neige deinen Kopf oder Körper zu jemanden hin (nicht den Kopf zur Seite!). So zeigst du ihm, dass du an ihm oder seinem Gesagten interessiert bist. Und Menschen mögen nichts mehr, als das man ihnen interessiert zuhört.

Aber auch hier gilt: zu viel ist zu viel.

Wenn du deinem Gegenüber unangenehm nahe kommst, kann das sehr schnell einen ungewollten Effekt auf euer Gespräch haben. Lehnt er sich auch vor? Gut. Weicht er dir aus? Bleibe erst ein mal auf Abstand und gib ihm den Platz den er braucht.

7. Nutze deine Füße

Wenn deine Füße auf etwas oder jemand zeigen, ist das ein positives Signal. Es zeigt der Person, dass du sie magst und an ihr interessiert bist. Unsere Füße sind häufig der ehrlichste Teil unseres Körpers, da wir sehr auf unsere Mimik und Gestik achten. Aber nicht auf unsere Füße.

Einige haben es auch schwerer, selbstbewusst aufzutreten. Dafür kannst du deinen Stand etwas weiten und deine Füße dabei schulterbreit aufstellen. Wenn du so vor jemanden stehst, wirkst du sehr selbstbewusst und verleihst deiner Aussage auch mit einem Körper Nachdruck.

Hier noch ein Praxistipp: Zum Abbrechen einer Unterhaltung drehst du einfach deine Füße weg von deinem Gesprächspartner. Durch das Drehen deiner Füße bewegst du auch den Rest deines Körpers (das ist entscheidend wichtig, dass du auch Kopf und Körper aus der Gesprächslinie drehen). Wenn nun alles zur Tür zeigt, wird den meisten klar, dass es Zeit ist zu gehen.

8. Die Macht-Position

Als Macht-Position bezeichnet man eine offne und mehr Raum einnehmende Körperhaltung. Studien haben gezeigt, dass dir diese Posen Selbstbewusstsein geben.

Deine Körperhaltung ist also ein gutes Anzeichen dafür, wie du dich fühlst und wie selbstbewusst du bist. Andere lesen deine “runter hängenden” Schultern als ein Zeichen von geringem Selbstbewusstsein.

Das tolle ist, dass man eine positive und selbstbewusste Körperhaltung / Ausstrahlung trainieren kann.

Hier mein Praxistipp dazu: Stelle deine Füße etwas weiter als Schulterbreit auf und nimm deine Hände seitlich an die Hüfte. Etwas so wie Superman.

Diese Position ist nicht nur eine sehr dominante, sondern lässt dich auch eine ganze Menge Testosteron ausschütten (Fußballfans wird hier schnell die Pose von Cristiano Ronaldo in den Sinn kommen, bevor er Freistöße schießt). Diese Körperhaltung / Körpergesten nennt man Power-Gesten. Es gibt sehr viele Gesten in der Richtung. Balle die Fäuste, Jubel,…

Und los geht’s! Zwei Minuten Power-Gesten pro Tag werden dein Leben verändern, das verspreche ich dir!

9. Mach es wie Angela

Du kennst es von Angela. Immer wenn sie einen Vortrag hält ohne Rednerpult, macht sie es. Das magische Dreieck.

Wenn du einen besonderen Punkt unterstreichen möchtest, kannst du sehr gut das Dreieck als Ausgangsbasis deiner Gestik verwenden. Dabei berühren sich deine Fingerspitzen ohne das sich deine Handfläche berühren.

Wenn du es also ernst meinst mit einem Punkt, mache es wie Angela (oder hast du sie schon ein mal lachen gesehen?).

10. Vermeide nervöse Bewegungen

Stell dir vor, du begegnest in Kanada einem Bären. Was sollst du tun?

Keine hektischen und nervösen Bewegungen. Dadurch wirkst du schwach.

Das gleiche gilt für alle “selbst-beruhigend” Gesten, wie deine Hände gegeneinander reiben, mit deinen Füßen wackeln, dir ins Gesicht fassen, mit deinen Haaren, einem Kuli oder sonst etwas spielen. Immer wenn wir so etwas machen, berauben wir uns damit ein Stück weit unserer Glaubwürdigkeit.

Auch hier wieder mein Praxistipp: Wenn du bemerkst, dass du nervöse Bewegungen machst: hole tief Luft, setze dich gerade hin, festige deinen Stand indem du deine Füße fest auf den Boden stellst. Still zu stehen oder zu sitzen sendet an andere die Nachricht, dass du ruhig und selbstbewusst bist.

11. Perfektioniere deinen Händedruck

Die mächtigste und zugleich primitivste Form der nonverbalen Kommunikation ist die Berührung, z.B. das Händeschütteln. Es ist also sinnvoll diesen zu üben. Richtig?

Niemand mag einen “toten Fisch” oder Waschlappen anfassen. Oder etwa Du? Nein! Du willst einen soliden, festen Händedruck.

Forscher haben herausgefunden, dass wir mit einem warmen Händedruck viel sympathischer auf jemanden wirken als mit einem Kalten. Daher versuche ich immer meine Hand vor einem wichtigen Treffen etwas aufzuwärmen (trage Handschuhe oder hab deine Hand in deiner Tasche) und halte mein kaltes Bier in der Bar mit meiner linken Hand.

12: Tief durchatmen

Ja genau! Atme tief ein… und aus. Tu es einfach mal. Jetzt!

Ruhiges Atmen, in den Bauch ist ein Zeichen dafür das wir entspannt sind und uns gut fühlen. Menschen werden dir vertrauen, wenn du entspannt in einer Situation bist und jeden dich herumzeigst, dass du dich wohl fühlst.

Und noch was: mit genügend Sauerstoff im Blut kannst du klarer denken.

Also trainiere in jeder Situation tief durchzuatmen. Ich weiß, dass das sich einfacher anhört als es wirklich ist. Bei meinem letzten Bewerbungsgespräch habe ich sogar teilweise die Luft ganz angehalten. Doch wenn du es schaffst, sorgst du dafür, dass sich die Menschen in deiner Umgebung auch entspannen und locker werden.

Es lohnt sich also.

13: Schau mir in die Augen

Wirklich ehrlicher Augenkontakt vermittelt Respekt, Ehrlichkeit und schafft Verbindung.

Ja du magst schüchtern sein, nervös oder introvertiert, aber Augenkontakt zu haben ist ein Muss in unserer Welt. In Europa wird von uns erwartet, dass wir ca. 50-60% Augenkontakt während des Gespräches halten.

Wenn du zu wenig Augenkontakt hältst, denkt dein Gegenüber am Ende, du möchtest ihm etwas verheimlichen oder lügst ihn sogar an.

Noch 2 Geheimtipps von mir:

  • Stell dir folgende Frage: Welche Augenfarbe hat dein Gegenüber?
  • Und wenn du ihm nicht in die Augen schauen kannst, dann schaue ihm auf die Stirn oder zwischen die Augen oder auf die Nasenspitze.

14. Zum Schluss: Habe eine offene Körperhaltung

Mache entspannte Bewegungen mit offenen Armen. Zeige dabei deine Handflächen – die ultimative Art und Weise zu zeigen, dass du nichts zu verstecken hast – es ist die nonverbale Kommunikation schlecht hin, um zu zeigen, dass du vertrauenswürdig und offen bist.

Mein Tipp auch hier: Wenn du nicht weist wohin mit deinen Händen, nimm dir einen Kugelschreiber oder etwas ähnliches in die Hand. Du darfst auch gerne mit beiden Händen den Gegenstand festhalten.

 

So, jetzt ist der Weg frei zum Erfolg.

Du hast nun alle Werkzeuge, um positiv, offen und interessiert deinem Gesprächspartner gegenüber zu treten. Du weist wie du selbstbewusster und kompetenter auftreten kannst. Und du weist, wie du Autorität ausstrahlst und wie du dich selbst jeden Tag aufs neue positiv beeinflussen kannst um deine Ausstrahlung nachhaltig noch positiver zu machen. Nutze all dies und gehe positiv, mit einem Lächeln auf deinen nächsten Gesprächspartner zu und gib ihm deine Hand mit einem sicheren Händedruck.

Du wirst sehen das es sich lohnt und wie der Erfolg mit immer mehr Training einsetzen wird.

Ich gratuliere dir zu der Entscheidung es zu versuchen und all die Punkte Stück für Stück umzusetzen.

2 Gedanken über “14 Tipps – sofortiger Erfolg in der Kommunikation

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