Gerd Zeller

Ein Tag ohne Lesebrille

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Ein Tag ohne Lesebrille. Was passiert?

Es ist passiert. Die Lesebrille ist weg.

Letzten Montag, am Tag der Deutschen Einheit ist mir tatsächlich meine Lesebrille abhanden gekommen. Wahrscheinlich hatte ich sie auf dem Autodach liegen lassen als ich meinen Sohn nach Hause fuhr. Auf dem Weg hatten wir noch bei einem Bäcker angehalten um zu Frühstücken. dann bemerkte ich zwar, dass ich meine Brille nicht dabei hatte, machte mir aber keine weiteren Gedanken darüber. Das Frühstück konnte ich auch mit verschwommener Sicht zu mir nehmen. Wenn man Hunger hat bekommt man das schon hin.

Das Malheur nimmt seinen Lauf.

Das Malheur, laut Duden übrigens ein nicht sehr folgenschweres Missgeschick, nimmt seinen Lauf. Denn Zuhause angekommen stelle ich fest, dass die Brille weg ist. Natürlich beginnt nun ein langes Suchen. Leider ohne Erfolg. Was Macht man wenn etwas verloren ist und man findet es nicht. Ja, man macht sich Gedanken, was denn die letzte mögliche Situation war bei der man die zu suchende Sache nicht hatte. So kam mir in den Sinn, dass ich ja, da es kalt war mir meinem Pulli aus dem Auto nahm und ein Anziehen die Brille auf das Autodach legte. Mit diesem Gedanken stellte ich die Suche ein.

Wo wird meine jetzt wohl irgendwo hängen

Wo wird meine jetzt wohl irgendwo hängen

Was tun?

Diese Frage stellte ich mir. Nicht in der Lage zu lesen, am PC zu arbeiten oder vielleicht an meinen RC-Cars zu basteln waren die Möglichkeiten der Beschäftigung relativ gering. Was steht denn als Möglichkeit an? Natürlich fing es just auch noch stark zu regnen an. damit Waren outdoor Aktivitäten passe. (Im Vorfeld hatte es nun schon sehr lange nicht geregnet) Was bleibt denn übrig? Mit Freunden oder Bekannten telefonieren. Scheinbar waren die meisten aber nicht gewillt am Feiertag ihre Telefone eingeschaltet zu haben. Also fiel diese Aktion auch relativ begrenzt aus. Und jetzt? Am Nachmittag in die Kneipen sitzen? Da wäre der Alkoholgenuss wohl zu gross gewesen. Fernsehen, die Lösung überhaupt. Das erste mal seit langer zeit verbrachte ich einen grossen Teil des Tages damit in die „Röhre“ zu schauen. Ich muss sagen, eine sehr sinnvolle Beschäftigung. der Knopf zu umschalten der Programme wurde mit hoher Frequenz betätigt. Das nennt man glaube ich Zapping. Meine Laune ging gegen Null und somit konnte mich auch kein Programm mehr zufrieden stellen.

Die Erlösung folgt am Abend.

am Abend spielte mein Lieblings Fussballverein sein 2. Liga Montagabendspiel. Da dachte ich mir, dass ich jetzt ja noch in die Skybar kann um dieses anzuschauen. Gesagt getan sah ich ein sehr spannendes Fußballspiel das mein Verein dann auch noch mit 4:0 gewann. Damit war wenigstens der Abend gerettet.

Die Moral von der Geschicht.

Zunächst mal sollte man eine Ersatzbrille haben. die wollte ich mir eine Woche vorher kaufen, hatte es dann aber vergessen. Eine ganz interessante Erkenntnis habe ich aber mitgenommen.

für diesen Tag war ich ja in gewissem Masse behindert. Da kommt dann schon der Gedanke was jetzt wirklich Behinderte oder ans Bett gefesselte Menschen jeden Tag erleben. Ständig auf Hilfe angewiesen zu sein. So muss man doch feststellen, dass unsere Gesundheit das grösste Gut ist. Ich war einen Tag „behindert“.  Das bereitete mir grosse Probleme. Andere Menschen erleben dies Tag aus Tag ein. Darum: Denkt an eure Gesundheit und macht euch Gedanken behinderte Menschen zu respektieren und auch zu helfen, wenn diese benötigt wird. Oft sieht man Menschen die durch ihre Behinderung in Not geraten und allein gelassen werden. Dies sollte nicht geschehen.

Es grüsst euch

Gerd Zeller

3 Gedanken über “Ein Tag ohne Lesebrille

  1. Moni

    Eine ganz „normale“ Situation witzig und spannend geschrieben. Am besten gefällt mir der Schluss und deine positive Einstellung zu dieser Situation. LG Moni

  2. erfolg54

    Hallo Gerd,
    Super Beitrag, ja es war doch nur die Brille!!!
    Du siehst was eine Sekunde unaufmerksamkeit, leichtsinn usw. aus deinem Leben machen kann.
    Verfolge deinen Blog schon längere Zeit und sehe, dass er zur Zeit schnell am Wachsen ist.

    LG Martin

  3. Sabine El-Helou

    Hallo Gerd, super Beitrag, aus dem ich lernen konnte.
    Ich trage immer eine Brille, brauche jetzt aber immer mehr eine Lesebrille… Ich ertappe mich auch, dass ich ab und zu zu anderen, die mir was hinhalten sage, du das kann ich nicht lesen, sag mir doch schnell in deinem Worten, was da steht. Ist schon doof. Aber du hast mir eine neue Sichtweise gegeben. Es gibt so viele Menschen auf der Welt, die schlecht sehen und keine bzw eine nicht passende Brille haben, bestimmt auch hier in Deutschland…
    Sabine

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